Toxic Town - Review

Die Netflix-Miniserie "Toxic Town" beleuchtet einen der größten Umweltskandale Großbritanniens und erzählt die wahre Geschichte von Müttern, die für Gerechtigkeit kämpften, nachdem ihre Kinder mit schweren Fehlbildungen geboren wurden.

Hintergrund der Serie

In den 1980er und 1990er Jahren führte die unsachgemäße Entsorgung von giftigen Abfällen aus einem stillgelegten Stahlwerk in der Stadt Corby, England, zu einer erhöhten Anzahl von Geburten mit Gliedmaßenfehlbildungen. Zwischen 1984 und 1999 transportierte der Stadtrat von Corby kontaminierte Böden durch die Stadt, ohne angemessene Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, wodurch gefährliche Chemikalien freigesetzt wurden. Dies führte dazu, dass zahlreiche Kinder mit Fehlbildungen geboren wurden.

Handlung der Serie

"Toxic Town" folgt dem Leben von drei Müttern, die von diesem Umweltskandal betroffen sind. Im Mittelpunkt steht Susan McIntyre, dargestellt von Jodie Whittaker, deren Sohn mit einer Handdeformation geboren wurde. Gemeinsam mit anderen betroffenen Müttern beginnt sie einen langwierigen Rechtsstreit gegen den Stadtrat von Corby, um Verantwortung und Gerechtigkeit für ihre Kinder einzufordern.

Besetzung und Produktion

Neben Jodie Whittaker in der Rolle der Susan McIntyre umfasst die Besetzung weitere namhafte britische Schauspieler:

Aimee Lou Wood als Tracey Taylor, eine junge Mutter, die ihr Kind aufgrund von Komplikationen verliert.

Robert Carlyle als Sam Hagen, ein Ratsmitglied, das interne Bedenken äußert.

Rory Kinnear als Des Collins, der Anwalt, der die betroffenen Familien vertritt.

Claudia Jessie als Maggie Mahon, eine weitere betroffene Mutter.

Die Serie wurde von Jack Thorne geschrieben und von Minkie Spiro inszeniert. Produziert wurde sie von der Produktionsfirma Broke & Bones, gegründet von Charlie Brooker und Annabel Jones.

Kritische Rezeption

"Toxic Town" wurde von Kritikern positiv aufgenommen. Die Financial Times lobte die Serie als "mitreißendes Drama" und vergab drei von fünf Sternen. Besonders hervorgehoben wurden die schauspielerischen Leistungen von Jodie Whittaker und Aimee Lou Wood, die die emotionalen Herausforderungen der betroffenen Mütter authentisch darstellen.

Die Serie wird auch als das "britische Erin Brockovich" bezeichnet, da sie den Kampf gewöhnlicher Bürger gegen institutionelles Versagen und Umweltverschmutzung thematisiert.

Fazit

"Toxic Town" ist eine eindrucksvolle Miniserie, die nicht nur einen wichtigen Umweltskandal beleuchtet, sondern auch die Stärke und den Mut von Müttern zeigt, die für die Rechte ihrer Kinder kämpfen. Mit einer starken Besetzung und einer fesselnden Erzählweise ist die Serie ein Muss für alle, die sich für wahre Geschichten über Gerechtigkeit und Beharrlichkeit interessieren.

Die Serie ist seit dem 27. Februar 2025 auf Netflix verfügbar.